Welche Impfungen benötige ich, was ist mit Malaria oder Höhenkrankheit und was sollte in der Reiseapotheke sein?
Impfungen sind nicht vorgeschrieben, aber Gelbfieber und Hepatitis A und B werden empfohlen. Die normalen Impfungen (DTP-Diphterie, Tetanus, Polio) sollten ggf. aufgefrischt werden. Sie sollten neben der normalen Reiseapotheke (Pflaster etc.) ein Mittel gegen Durchfall und ein Desinfektionsmittel mitnehmen. Bei Durchfall helfen Ihnen auch Glukose-Electrolyt-Mischungen und viel Flüssigkeit, um schnell wieder auf die Beine zu kommen.
Einige Ärzte empfehlen die Einnahme von Malaria-Prophylaxemitteln. Beachten Sie jedoch, dass diese einige Nebenwirkungen haben können. Nur an einigen Orten im Regenwald besteht ein geringes Malaria-Risiko. Insektenschutzmittel und die Einnahme von Vitamin B helfen, das Risiko noch weiter zu senken. Bitte denken Sie dann jedoch daran, keine Tiere anzufassen, da Insektenschutzmittel auch für diese schädlich sind.
Die Höhenkrankheit kann 6-12 Stunden nach Ankunft zu verstärkter Atmung, beschleunigtem Herzschlag, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Schlafstörungen und Schwellungen im Bereich der Füße, Arme und des Gesichts führen. Grundregeln bei der Höhenkrankheit sind: möglichst nicht rauchen oder Alkohol trinken, am ersten Tag ruhen, Coca-Tee (mate de coca) trinken, bei starken Kopfschmerzen ca. 5 - 10 Min. Sauerstoff inhalieren. Gegen die Höhenkrankheit wird von Ärzten die Einnahme von DIAMOX empfohlen. Untrainierten Bergsteigern wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt sachkundigen Rat einzuholen. |
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Was isst man gewöhnlich in Ecuador und was muss man bei der Ernährung besonders beachten?
Die ecuadorianische Küche ist relativ einfach. Typisch sind Kartoffeln, Yuca (in Afrika heißt diese Wurzel Maniok, in Deutschland wird sie manchmal unter dem Namen Kassaba verkauft), Mais, Bananen, Bohnen, Reis, Avocados und Tomaten. Alles wird bei den Gerichten ganz übersichtlich angeordnet und meistens ganz gut zu erkennen. Normalerweise gibt es Fleisch dazu, in der Regel Schweine- oder Rinderfleisch, obwohl die Spezialität in den Anden ‚cuy', also Meerschweinchen ist!!
Scharf ist das Essen nicht, vorausgesetzt man lässt die rote Soße stehen, die es häufig auf einem Extrateller dazu gibt ('aji' genannt und je nach Koch scharf oder sehr scharf). Fantastisch ist die Auswahl an Früchten, die es zwar in Deutschland auch immer häufiger zu kaufen gibt, die aber in Ecuador noch unvergleichlich leckerer schmecken. Mangos, Papayas, Ananas und Naranjillas kann man als ganze Früchte essen, sehr lecker sind aber auch die Säfte, die aus ihnen gemacht werden. Etwas besonderes, das es in Deutschland kaum gibt, ist ‚tomate de arbol', also Baumtomate. Sie sehen aus wie etwas lang gezogene Tomaten, wachsen aber an Bäumen und schmecken unverarbeitet sehr bitter. Es gibt allerdings vorzügliche Rezepte für Baumtomatensaft und Baumtomatennachtisch, das sollte man auf jeden Fall mal probieren!
Die Ecuadorianer kochen sehr viel mit Koriander. Wenn man den Geschmack nicht mag, sollte man sich schon mal den Satz‚ sin culantro por favor!' (ohne Koriander bitte) merken.
Es gibt sehr viele Straßenhändler, die kleine Snacks verkaufen. Besonders am Anfang der Reise sollte man vorsichtig sein und lieber in einem Restaurant essen gehen. Gekochtes Essen und Früchte mit Schale sind in jedem Fall zu bevorzugen. Fleisch und frische Salate, die möglicherweise nur mit Leitungswasser abgewaschen wurden, sollte man besser meiden. Leitungswasser sollte abgekocht werden, bevor es getrunken wird. Mineralwasser kann überall gekauft werden und sollte, je nach Unterkunft, auch zum Zähneputzen benutzt werden. Getränke sollten ohne Eis getrunken werden, da das für das Eis verwendete Wasser meistens nicht abgekocht ist. Eiscreme und Mayonnaise sollten vermieden werden. Denken Sie immer daran, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen! |
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