Tipps für Reisen nach Ecuador

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Im Folgenden finden Sie häufig gestellte Fragen rund um die Reise nach Ecuador. Es besteht dabei kein Anspruch auf Vollständigkeit! Wenn Sie noch weitere Fragen haben, dann können Sie uns gerne persönlich kontaktieren.

 

1. Brauche ich ein Visum und muss ich den Reisepass immer dabei haben?

 

Ein Visum braucht man nicht, wenn der Aufenthalt nicht länger als sechs Monate dauert. Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate gültig sein. Auf der Reise ist es wichtig, das Original oder zumindest eine Kopie dabei zu haben, da es sein kann, dass Sie Polizeikontrollen passiere. Der Reisepass und die Kopie sollten in zwei unterschiedlichen Taschen mitgeführt werden, da so bürokratische Schwierigkeiten bei der Botschaft vermieden werden können, falls ein Gepäckstück gestohlen werden sollte. Um ganz sicher zu gehen, kann man dem Mitreisenden auch eine Kopie geben!

 

2. Welche Impfungen benötige ich, was ist mit Malaria oder Höhenkrankheit und was sollte in der Reiseapotheke sein?

 

Impfungen sind nicht vorgeschrieben, aber Gelbfieber und Hepatitis A und B werden empfohlen. Die normalen Impfungen (DTP-Diphterie, Tetanus, Polio) sollten ggf. aufgefrischt werden. Sie sollten neben der normalen Reiseapotheke (Pflaster etc.) ein Mittel gegen Durchfall und ein Desinfektionsmittel mitnehmen. Bei Durchfall helfen Ihnen auch Glukose-Electrolyt-Mischungen und viel Flüssigkeit, um schnell wieder auf die Beine zu kommen.

Einige Ärzte empfehlen die Einnahme von Malaria-Prophylaxemitteln. Beachten Sie jedoch, dass diese einige Nebenwirkungen haben können. Nur an einigen Orten im Regenwald besteht ein geringes Malaria-Risiko. Insektenschutzmittel und die Einnahme von Vitamin B helfen, das Risiko noch weiter zu senken. Bitte denken Sie dann jedoch daran, keine Tiere anzufassen, da Insektenschutzmittel auch für diese schädlich sind.

Die Höhenkrankheit kann 6-12 Stunden nach Ankunft zu verstärkter Atmung, beschleunigtem Herzschlag, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Schlafstörungen und Schwellungen im Bereich der Füße, Arme und des Gesichts führen. Grundregeln bei der Höhenkrankheit sind: möglichst nicht rauchen oder Alkohol trinken, am ersten Tag ruhen, Coca-Tee (mate de coca) trinken, bei starken Kopfschmerzen ca. 5 - 10 Min. Sauerstoff inhalieren. Gegen die Höhenkrankheit wird von Ärzten die Einnahme von DIAMOX empfohlen. Untrainierten Bergsteigern wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt sachkundigen Rat einzuholen.

 

3. Was isst man gewöhnlich in Ecuador, was muss man bei der Ernährung besonders beachten?

 

Die ecuadorianische Küche ist relativ einfach. Typisch sind Kartoffeln, Yuca (in Afrika heißt diese Wurzel Maniok, in Deutschland wird sie manchmal unter dem Namen Kassaba verkauft), Mais, Bananen, Bohnen, Reis, Avocados und Tomaten. Alles wird bei den Gerichten ganz übersichtlich angeordnet und meistens ganz gut zu erkennen. Normalerweise gibt es Fleisch dazu, in der Regel Schweine- oder Rinderfleisch, obwohl die Spezialität in den Anden ‚cuy', also Meerschweinchen ist!!

Scharf ist das Essen nicht, vorausgesetzt man lässt die rote Soße stehen, die es häufig auf einem Extrateller dazu gibt ('aji'genannt und je nach Koch scharf oder sehr scharf). Fantastisch ist die Auswahl an Früchten, die es zwar in Deutschland auch immer häufiger zu kaufen gibt, die aber in Ecuador noch unvergleichlich leckerer schmecken. Mangos, Papayas, Ananas und Naranjillas kann man als ganze Früchte essen, sehr lecker sind aber auch die Säfte, die aus ihnen gemacht werden. Etwas besonderes, das es in Deutschland kaum gibt, ist ‚tomate de arbol', also Baumtomate. Sie sehen aus wie etwas lang gezogene Tomaten, wachsen aber an Bäumen und schmecken unverarbeitet sehr bitter. Es gibt allerdings vorzügliche Rezepte für Baumtomatensaft und Baumtomatennachtisch, das sollte man auf jeden Fall mal probieren!

 

4. Muss ich Geld wechseln und wie kann ich auf der Reise Geld abheben?

 

Seit 2000 ist die offizielle Währung in Ecuador der amerikanische Dollar. Etwas Geld sollte man schon in dieser Währung dabei haben, da keine andere Währung akzeptiert wird. In den größeren Städten gibt es Wechselstuben, wo man Euros einwechseln kann. Leichter ist es allerdings, in einer Bank oder an einem Bankautomaten mit einer EC-Karte (Maestro) oder einer Kreditkarte (Mastercard, Visa, American Express) Geld abzuheben. Es gibt diese Möglichkeit in vielen Orten in Ecuador, aber es sollte gut geplant werden, wann und wo man am besten abheben kann und es ist besser, während der Öffnungszeiten der Bank abzuheben, falls Probleme auftreten sollten. Traveller Cheques sind eine andere Möglichkeit und können bei Vorlage des Reisepasses in den Banken eingelöst werden.

 

5. Ist es üblich ein Trinkgeld zu geben?

 

Wenn man mit dem Taxi fährt, ist es nicht üblich, ein Trinkgeld zu geben. Es wird entweder der Betrag bezahlt, den das Taxameter anzeigt oder ein vorher vereinbarter Preis. Generell ist es besser mit Taxis zu fahren, die einen Taxameter haben, aber wenn man im Stau stecken bleibt, kann dies auch ein Nachteil sein. Vom Flughafen in Quito bis zu einem Hotel im Zentrum der Stadt kostet die Fahrt etwa 5 bis 6 US-Dollar. Nachts kann der Preis höher sein.

In Hotels und Restaurants und für privaten Transport und andere Dienstleistungen ist es dagegen üblich, ein Trinkgeld zu geben. 5 US-Dollar pro Tag ist hierfür ein Richtwert.

 

6. Wie ist das Klima in Ecuador?

 

Da Ecuador direkt am Äquator liegt, kommt es im Jahresverlauf zu keinen großen Temperaturschwankungen. Es gibt jedoch Zeiten mit mehr oder weniger Niederschlag.

 

Andenhochland und Andentäler

Im Andenhochland und in den Gebirgstälern können Sie alle Jahreszeiten an einem Tag erleben: Nach einem frischen und meist sonnigen Morgen steigen die Temperaturen bis Mittag zu weit über 20°C an. Nicht selten kommt es dann am Nachmittag, vor allem von November bis Mai, zu Regengüssen. Die Abende sind meist wieder sehr frisch. Nachts kann es richtig kalt werden. Durchschnittliche Tagestemperaturen liegen um die 25°C, während es abends auf etwa 10°C abkühlt.

 

Amazonasbecken und Küstentiefland

Feuchtheiß (20°C - 30°C) ist es dagegen im Amazonasbecken und im nördlichen Küstentiefland. An der Küste nehmen die Regenmengen von Norden nach Süden ab. Die trockensten Monate sind Juni bis November, das beste Badewetter findet man jedoch eher von Dezember bis Mai vor, da es in den trockeneren Monaten oft diesig und das Wasser etwas kälter als in den ersten Monaten des Jahres ist.

 

Galápagos-Inseln und Küste

Auf den Galápagos-Inseln teilen vor allem die Meeresströmungen das Jahr in zwei Jahreszeiten: in der ersten Jahreshälfte ist es meist sonnig, die Wassertemperatur beträgt etwa 23 Grad, doch gibt es gelegentlich schwere tropische Regenschauer.

Die zweite Jahreshälfte ist die Galápagos-Trockenzeit, in der es zeitweise diesig und das Wasser, bedingt durch den Einfluss des Humboldtstromes, kälter ist.

Für Walbeobachtungen eignen sich sowohl auf Galápagos, als auch vor der Küste Ecuadors vor allem die Monate Juni bis September, wenn z.B. die riesigen Buckelwale auf ihrer Reise aus den antarktischen Gewässern zum jährlichen Liebesspiel und zum Kalben in die tropischeren Gewässer Ecuadors kommen.

 

7. Welche Kleidung und Extras sollte man mitnehmen?

 

Aufgrund der Lage Ecuadors direkt am Äquator ist die Sonneneinstrahlung sehr intensiv. Eine Sonnencreme optimalerweise mit einem Sonnenschutzfaktor 30 sollte jeden Tag aufgetragen werden (auch wenn es bewölkt ist!). Sonnenbrille, Sonnenhut und Sandalen sind ebenfalls überall in Ecuador zu empfehlen.

Die Kleidung sollte vor allem komfortabel sein. Da die Regionen klimatisch sehr unterschiedlich sind, geben wir Ihnen Tipps für jede Region:

In den Anden ist es empfehlenswert wärmere Kleidung dabei zu haben. Obwohl man direkt am Äquator ist, kann es auf Höhen um 2.500 m schon kühl werden. Generell ist es frühlingshaft warm am Tag (ca. 25°C) und kühl in der Nacht (ca. 10°C). Die einzigen Schwankungen im Jahr sind zwischen der Regenzeit (etwas kühler) und der Trockenzeit (etwas wärmer). Es sollten eine Jacke gegen Regen und Wind, lange Hosen, feste Schuhe, T-Shirts und Hemden mitgenommen werden.

Im Regenwald und an der Küste ist es das ganze Jahr über warm bis sehr warm (20 - 30°C). Hier können Sie kurze Hosen, T-Shirts, Badebekleidung, eine Regenjacke und einen Sonnenhut gebrauchen. Sie sollten außerdem leichte lange Hosen und Hemden dabei haben, da es für einen Ausflug in den Regenwald besser ist, die Haut weitestgehend bedeckt zu halten (außer bissigen Ameisen gibt es z.B. auch stachelige Pflanzen, die Verletzungen zufügen können).

Auf den Galápagos-Inseln ist es ebenfalls warm. Falls Sie tauchen möchten, sollten Sie Ihre Tauchausrüstung mitnehmen. Bitte beachten Sie, dass auf dem Flug auf die Galápagos-Inseln nur 20 Kilo Gepäck pro Passagier erlaubt sind. Rucksäcke sollten Koffern vorgezogen werden, es sei denn, Sie werden während des ganzen Aufenthaltes von einem privaten Auto oder Bus begleitet. Kameras, Ferngläser und andere empfindliche Ausrüstung sollte in wasserdichten Plastiktüten aufbewahrt werden, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen.

 

8. Was sollte ich zum Thema Elektrizität, Telefon und Internet wissen?

 

In Ecuador ist die Stromspannung 110 V und die Steckdosen sind wie in den USA, daher ist es sinnvoll einen Adapter mitzunehmen. Das Telefonnetz ist im ganzen Land gut ausgebaut. Um nationale Gespräche zu führen, können Sie die öffentlichen Telefonzellen nutzen. Internationale Gespräche führen Sie am besten von den Telefonzellen in den Internet-Cafés, die es in jeder größeren Stadt gibt. Ins Internet kann man dort natürlich auch gehen. Es ist möglich mit dem deutschen Handy zu telefonieren, sofern Ihr Anbieter Roaming-Partner in Ecuador hat.

 

9. Wie sicher ist Ecuador?

 

Obwohl Ecuador ein sicheres Land ist, sollten Besucher Vorsichtsmaßnahmen treffen wie:

 

- Wandern Sie nicht allein, sondern lieber in einer Gruppe.

- Machen Sie keine Transfers zwischen Städten in der Nacht.

- Nehmen Sie auf Ausflügen nur das Nötigste mit.

- Nutzen Sie für Wertsachen den Hotelsafe.

- Überlassen Sie Ihr Gepäck niemals einem Fremden, es sei denn er ist eindeutig von einer Transportgesellschaft oder ähnlichem.

- Passen Sie zu jeder Zeit auf Ihr Eigentum auf, besonders in öffentlichen Transportmitteln.

- Wenn Sie mit dem Bus fahren, legen Sie ihr Gepäck lieber nicht unter den Sitz. Ein beliebter Trick ist es, von hinten die Rucksäcke aufzuschlitzen.

Tipps für Ihren Urlaub auf den Galápagos-Inseln

 

Im Folgenden finden Sie häufig gestellte Fragen rund um die Reise nach Galápagos. Es besteht dabei kein Anspruch auf Vollständigkeit! Wenn Sie noch weitere Fragen haben, dann können Sie uns gerne persönlich kontaktieren.

 

10. Wann ist die beste Reisezeit um die Galápagos-Inseln zu besuchen?

 

Die beste oder ideale Reisezeit für Ihren Urlaub auf den Galápagos-Inseln gibt es in diesem Sinne nicht. Die Galápagos-Inseln weisen kein typisches Äquatorklima auf, sondern besitzen ein einmaliges Mikroklima, welches durch das Zusammentreffen mehrerer pazifischer Meeresströmungen in Wechselwirkung mit den Winden entsteht. So entstehen eine warme und eine kühle Jahreszeit.

Die Monate Dezember bis Mai/ Juni werden als warme Jahreszeit bezeichnet. Tropisch-sommerliche Lufttemperaturen entstehen durch vorherrschende milde Nordostpassate und der nordäquatoriale Panamastrom bringt planktonarmes Meerwasser (24-27°C) zu den ,Islas Encantadas'. Die vom Meer aufsteigende Luft wird erwärmt und kondensiert, sodass gerade in Küstennähe der Insel starke Regenschauer auftreten. Die ansonsten trockene und karge Vegetation erstrahlt in voller, üppiger Blüte und sogar staubig-wüstenhafte Landstriche sind von einem grünen Teppich überzogen. Während die Flora gedeiht, müssen viele Meerestiere und Seevögel um ihre Nahrung bangen, denn der kalte und nährstoffreiche Humboldtstrom aus dem Süden bleibt aus.

Während dieser schwülen Jahreszeit werden die meisten Sonnenstunden verzeichnet und bietet zum Schnorcheln und Sonnenbaden die bessere Jahreszeit.

 

Die kühle Jahreszeit herrscht von Juni bis November/Dezember und zeichnet sich durch kühle Wasser- und Lufttemperaturen aus. Aus dem Süden kommen der kalte Humboldtstrom und subtropische Wetterfronten zu den Inseln. So entstehen durch das Zusammentreffen von kaltem Wasser (17-20 Grad Celsius) und warmer Luft, dichte Wolken im Hochland der Inseln, Nebel und dauerhafter Nieselregen (garúa). Während die Vegetation an Land vertrocknet, blüht die Meeresfauna unter Wasser auf (August – Oktober) und bietet Delfinen, Walen und Pinguinen ihre lebenswichtige Nährstoffversorgung. Für Tauchsportler und Beobachter von Meeressäugern ist dies die aufregendste Zeit. Zum Schnorcheln sollten Sie einen Wetsuit tragen und bei Landgängen eine wärmende Jacke oder Pullover tragen.

 

11. Welche Formalitäten muss ich bei der Anreise auf die Galápagos-Inseln beachten?

 

Eine Anreise findet vom Flughafen in Quito oder Guayaquil statt entweder auf die Insel Baltra oder San Cristóbal.

Am Flughafen müssen Sie sich am Ingala-Schalter (Instituto Naciol de Galápagos) anstellen, um die Galápagos Transit Kontrolle zu passieren und die Gebühr (10 US-Dollar) zu entrichten. Falls Sie vorher schon die Gebühr bezahlt haben oder das Formular schon von Ihrer Reiseagentur ausgefüllt wurde, müssen Sie nur noch Ihren Ausweis vorzeigen und Sie bekommen Ihren Transit Kontrollschein. Anschließend müssen Sie die Kofferkontrolle passieren und Ihr Gepäck vorzeigen. Weder Tier noch Pflanzen dürfen auf die Inseln mitgenommen werden. Bei Ankunft auf Galapagos müssen Sie dann noch den Nationalparkeintritt in bar entrichten (100 US-Dollar; Kreditkarten und Travellerschecks werden nicht akzeptiert).

 

12. Was sollte ich in meinen Koffer packen?

 

Pro Person dürfen Sie einen Koffer von max. 20 Kg mitnehmen sowie eine kleine Tasche oder Rucksack als Handgepäck. In Ihrem Koffer sollten Sie folgende Utensilien unbedingt verstauen:

 

•   Fotoapparat mit viel Speicherplatz

•   Ersatzbatterien

•   Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor

•   Badesachen

•   Leichte Kleidung

•   Angenehmes Schuhwerk für Wanderungen

•   Kopfbedeckung

•   Mückenschutz

•   Sonnenbrille

•   Optional Neoprenanzug, Fernglas

•   US-Dollar in bar