Kolumbiens vielfältige Regionen – Von der Karibikküste zum Amazonas-Regenwald

Der karibische Norden  Natur pur

Erleben Sie die einzigartige Landschaft und die faszinierende Tier-und Pflanzenwelt Kolumbiens in besonders beeindruckenden und sehenswerten Nationalparks. Direkt an der Küste zum Karibischen Meer liegt der älteste und wohl auch beliebteste Nationalpark des Landes: der Tayrona Nationalpark. Während Sie sich an weißen Sandstränden ausruhen und im türkisblauen Meer der Karibik baden, genießen Sie an sonnigen Tagen die Aussicht auf bizarre Felsformationen, auf denen sich Iguanas sonnen und die Gipfel der Sierra Nevada de Santa Marta Bergkette. Ebenso spannend ist der Ausblick auf zahlreiche Affen, die sich flink durch den Regenwald schwingen.

Sind Sie eher in Entdeckerlaune? Dann sollten Sie sich unbedingt auf die abenteuerliche Suche nach der Verlorenen Stadt, ciudad perdida, begeben, durch das größte Mangrovengebiets Kolumbiens wandern oder in den traumhaften Nedbelwälder die Vielfalt an einheimischen Vögeln beobachten.

Falls Sie jetzt nur noch Entspannung suchen, sind Sie genau richtig auf den Rosario-Inseln. Die
wunderschönen Strände eignen sich optimal, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen oder beim Tauchen die bunten Korallenriffe und vielen Fische im Unterwasser-Nationalpark zu bewundern. 

Im äußersten Norde Kolumbiens befindet sich die wüstenartige Halbinsel La Guajira. Trotz des trockenen Klimas und den starken Winden, leben hier ca. 40 verschiedene Indigene Völker, die sich über die Jahre an die schwierigen Lebensbedingungen in diesem teil des Landes angepasst haben.

Regionen: Bahia Chengue Bucht im Tayrona Nationalpark, Kolumbien

Pazifikküste – Zwischen Traumstrand und Regenwald

Die kolumbianische Pazifikküste erstreckt sich über 1300 km und ist eine der niederschlagreichsten Regionen weltweit. Nichtsdestotrotz bieten sich genügend Möglichkeiten, um die Sonne in einem der vielen kleinen Küstenorte zu genießen. El Valle oder Nuqui, am Golf von Tribugá, bieten viele Möglichkeiten an wunderschönen weißen Stränden die Seele baumeln zu lassen, oder bei einem Tauchgang die Unterwasserwelt zu entdecken. Vergessen Sie dabei nicht Ausschau nach Delfinen zu halten, die sich an der Küste tummeln.

Außerdem sind kürzere Ausflüge in den Regenwald und auf kleine Inseln an der Küste möglich. Das Naturreservat Utría ist besonders facettenreich: Sie können zum Beispiel am Korallenriff tauchen oder Buckelwale von der Küste aus beobachten (zwischen August und Oktober). Zur Paarungszeit suchen Buckelwale nämlich die geschützten, warmen Gewässer der Pazifikküste auf. Zusätzlich können Sie hier den Regenwald und dessen einzigartige Flora und Fauna erkunden.

Regionen: Nuqui an der kolumbianischen Pazifikküste

Andengebiet – Wilde Bergregionen und einzigartige Tierwelt

Das kolumbianische Andengebiet dominiert den südwestlichen Teil des Landes und existiert bereits seit ca. 60 Millionen Jahren. Die längste Gebirgskette der Welt, die über dem Meeresspiegel liegt, besteht aus verschiedenen Klimazonen und bietet daher die unterschiedlichsten Landschaften: von Gletschern und über 6000 Meter hohen Bergmassiven, über wilde Schluchten und Täler, bis hin zu Sümpfen

Von allen Regionen Kolumbiens, ist die Andenregion die niederschlagreichste und besitzt dadurch den fruchtbarsten Boden des Landes. Doch auch zahlreiche Bodenschätze wie Silber, Gold und Kupfer, machen diese Region zu einer der wirtschaftlich wichtigsten des Landes. Um diese facettenreiche
Landschaft in vollen Zügen zu genießen, bieten sich ein Besuch des Naturreservates Rio Claro, sowie des Nationalparks Natural Los Nevados an. Hier können Sie nicht nur auf Lamas und Alpakas treffen, sondern, mit etwas Glück auch auf Jaguare, Bären oder sogar Pumas. Schauen Sie auch ab und an den Himmel, da Sie dort die Möglichkeit haben den größten Greifvogel der Welt zu sehen: den Anden-Kondor, der das Wappentier Kolumbiens ist.

Regionen: Chicamocha Nationalpark, Kolumbien

Amazonas – Biologische Vielfalt im Regenwald

In dieser Region dominiert der Amazonas-Regenwald, der ein wahres Paradies für Naturliebhaber ist: Neben zahlreichen Orchideen-Arten, Baumriesen von bis zu 60 Metern und einzigartigen Mangroven, ist dieses Gebiet auch Heimat für vielerlei Tierarten. Halten Sie Ausschau nach Tapiren, Jaguaren, Pekaris, Riesenschlangen wie der Boa Constrictor oder der Anakonda, und nach den bekannten rosafarbenen Amazonas-Delfinen.

Obwohl das Gebiet Amazonia fast ein Drittel der Landesfläche einnimmt, ist es nur sehr dünn besiedelt. Während in der Hauptstadt des Departementos, Leticia, ca. 39.000 Menschen leben, gibt es noch zahlreiche indigene Völker im Amazonas Gebiet, die abseits von Zivilisation in den Nationalparks im Einklang mit der Natur leben. Nicht weit entfernt von Leticia liegt das Reservat Marasha, das Sie mit einem Boot erreichen können. Machen Sie sich auf den Weg in den Amazonas-Regenwald und entdecken Sie auf Ihrer Reise eine der spannensten Regionen in Kolumbien.

Regionen: Amazonas-Fluss mitten im Regenwald, Kolumbien

Pulsierende Metropolen und Städtischer Trubel

Begeben Sie sich auf eine Erkundungstour durch die lebendigen kolumbianischen Metropolen und lassen Sie sich von den wunderschönen Altstädten und der Architektur längst vergangener Zeiten verzaubern. Die Hauptstadt Bogotá befindet sich auf einer Hochebene der Anden (2600 m) am Fuße der Berge Guadalupe und Monserrate. Flanieren Sie durch die wunderschöne Altstadt und erkunden Sie das funkelnde Goldmuseum Bogotás. Falls Sie genug haben von Sightseeing und Kultur, sollten Sie sich unbedingt auf eine
kulinarische Entdeckungsreise durch die zahlreichen Restaurants der lebendigen Hauptstadt begeben. 

Weitere sehenswerte Metropolen Kolumbiens sind vor allem Medellín, die Kolonialstadt Cartagena de Indias (UNESCO-Welterbe), auch bekannst als die „weiße Perle der Karibik“ und die Hafenstadt Mompóx, in der zu früheren Zeiten große Mengen an Gold und Edelsteinen gelagert wurde.

Regionen: Cartagena, Kolumbien

Los Llanos: Unberührte Natur

Die letzte der fünf Regionen befindet sich im östlichsten Teil des Landes: die Region Orinokien. Sie ist fast ausschließlich von Regenwald bedeckt und ist daher, bis auf den äußersten östlichen Teil, kaum bewohnt. Nur ein paar indigene Völker leben hier. Nicht nur der Amazonas, sondern vier weitere Flüsse sorgen auch hier für eine extrem hohe Biodiversität.

Das Serranía de la Macarena-Gebirge ist das Einzige in dieser sonst flachen Region, das von einer Feuchtsavanne bedeckt ist. Allerdings kann es in der Regenzeit zu extremen Niederschlägen kommen, wodurch die wenigen Straßen oft unpassierbar werden.

Regionen: Flussbett mitten im Regenwald, Kolumbien