Peru’s Schatzkiste – der unbekannte Norden

Ausgrabungsstätte des Herrn von Sipan, Peru

Ausgrabungsstätte des Herrn von Sipan

Landschaftlich bietet der Norden Perus nur wenige Highlights und wird von Touristen eher selten besucht. Schade, denn hier liegen die kulturhistorisch wichtigsten Orte in den nördlichen Anden Perus.

Die Region um Chiclayo zum Beispiel bietet viele attraktive archäologische Sehenswürdigkeiten. In dem verschlafenen Städtchen Lambayeque, etwa 32 km südöstlich von Chiclayo liegt die Ausgrabungsstätte des Herrn von Sipan. Hier wurde vor 25 Jahren der größte Goldschatz gefunden, der je in Amerika entdeckt wurde.

Das Museo Tumbas Reales de Sipan zeigt eindrucksvoll die Grabbeigaben des Herrn von Sipan. Das  unversehrte, etwa 1500 Jahre alte Grab enthielt eine massive Goldkrone, eine goldene Totenmaske, Goldschmuck, Sandalen aus Kupfer sowie viele Tongefäße. Menschen und Lamas wurden geopfert und sollten ihm im Jenseits dienen. Die Bedeutung dieser Funde sind unschätzbar, dienten sie doch dazu, eine Kultur zu enträtseln und zu rekonstruieren, die keinerlei schriftliche Überlieferung kannte: die Moche-Kultur.
Auch  das peruanische Ministerium für Kultur widmet sich verstärkt der Erhaltung seiner archäologischen Schätze und seines nationalen Kulturerbes: Zum 26. mal jährt sich die Ernennung Chan Chan’s zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Chan Chan, Peru

Chan Chan

Die präkolumbianische Stadt Chan Chan gilt als die größte Lehmziegelstadt Amerikas. In der Zeit von 1000 bis 1450 entstand das mächtige Reich der Chimú und Chan Chan war im 13. und 14 Jahrhundert die erste Großstadt Südamerikas mit etwa 100.000 Einwohnern. Ein streng symmetrischer Aufbau, aus feuchtem Lehm geschnittene Reliefs, geometrisch-großflächige Ornamente oder mythologische Figuren sind charakteristisch.
Wirtschaftlich waren die Chimú auf eine gut organisierte Bodennutzung und ein raffiniertes Bewässerungssytem spezialisiert. Dies bezeichnete allerdings auch ihren Untergang. Die Inka wussten diese lebenswichtige Bewässerungsanlagen zu sperren und den letzten König gefangen zu nehmen und die besten Handwerker und Goldschmiede zu verschleppen.

Mehr über die Moche- und Chimú-Kultur und den Beginn des Inkareiches finden Sie zum Beispiel bei der nationalen Tourismusorganisation Prom Peru:

 Bildquelle: Solecu Tours GmbH
Weitere Infos z.B. Naturreiseführer Ecuador, Galapagos, Peru, Bolivien hrsg. von Rainer Waterkamp, Manfred Verhaagh, Ute Wiegel

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